Amore! Das bin ich, so nennen sie mich, denn ich liebe schon lange niemanden mehr, außer meinen Gästen natürlich. Um so schöner, dass ich anders herum um so mehr geliebt werde. Andererseits ist es nur verständlich: Schließlich bin ICH die Hauptfigur. Danke, Fans!
damit wir schillernden gestalten uns auch in der kölschen gastronomie zurecht finden, stelle ich heute vor: de halve hahn.
und wie es im volksmund heißt:
Op fille Fooderkaate en de Jaßtronnomi un Weetschaffte em Rhinglandt weeß De halve Hahn finge, jannß besönderß en Kölle. En Halve Hahn eßß en Röggelsche met Kies, ahlem Holländer (Gouda), net zo verwääsele met Handkies met Musik. Woför dä so hejß? Da jitt_et nur Theorien. Et könnt sinn dat wer et Buffet bestellt hätt mit halve Höhner und hätt kejn Jeld mä jehatt und hätt ejfach Röggelsche op dä Disch jedonn. De Lück hänn jelaacht öwwä de Driss unn hänn jesaat: Watt, datt eßß en Halve Hahn?!. Oda et könnt en Affköötung sinn för: Köbes darf isch en halven (Kies oder esuh) hann. Je nohdämm.
Man sät dat ene mal in ne Kneip gegange is und der meente halt dat er gern ene halves Brötsche han wollt eve der Wirt hat ihm ne ganze brötsche gegeben und do meent der Mann er wollt doch nur en halve han! Daher sat man huck in Kölle et Halve Hahn.
ps: Halver Hahn ist der rheinische Ausdruck für ein Roggenbrötchen mit Käse. Das Brötchen (ein halbes Röggelchen) wird in der Regel mit Butter, ein bis zwei dicken Scheiben mittelalten Gouda-Käses und mit saurer Gurke und Senf, zum Teil auch mit in Ringe geschnittenen Zwiebeln und einer Prise Paprikapulver serviert. Das Gericht ist in rheinischen Kneipen und Gaststätten weit verbreitet.
Um die Entstehung des Namens (Hochdeutsch: halber Hahn) ranken sich viele Legenden.
Die älteste schriftliche Quelle ist ein Zeitungsartikel vom 13. Juli 1913 mit einem Leserbrief des damals 72-jährigen Wilhelm Vierkötter. Darin schildert Vierkötter, der als junger Mann aus Wahlscheid nach Köln gekommen war, wie er bei seiner Geburtstagsfeier den Halven Hahn erfunden habe. Diese Feier fand 1877 oder 1878, genau erinnert sich der Zweiundsiebzigjährige nach 35 Jahren nicht mehr, im Gasthaus Bank, dem späteren Lölgen, in Köln statt.
Er verabredete mit dem Köbes, dass er für seine Gesellschaft 14 halbe Hähne bestellen würde, dieser jedoch stattdessen nach einer halben Stunde 14 „Röggelche met Kies“ servieren sollte. Der Jux wurde viel belacht und fortan wurde ein Käseröggelchen mit der Bezeichnung „halve Hahn“ bestellt. Diese ersten halven Hähne kosteten Vierkötter 15 Pfennig pro Stück.
Einer Theorie nach ist der Ursprung des Namens, dass ein Kölner Gastwirt dem Gast ein ganzes Roggenbrötchen mit Käse serviert hat. Der Gast soll den Wirt darauf aufmerksam gemacht haben, dass er nur ein halbes Brötchen bestellt habe: „Ääver ich will doch bloß ne halve han“ („aber ich möchte doch bloß ein halbes haben“). Mit der Teilung des Roggenbrötchens gab es dann ein neues Gericht in der rheinischen Küche, eben den halven Hahn.
Eine ähnliche Theorie besagt, dass zur Kriegszeit der Käse billig, aber Brot teuer war, weswegen gefragt wurde: „kann ich och ne halve han?“ womit das Brötchen gemeint war.
Eine andere Theorie besagt, dass es sich beim halven Hahn um ein deftiges Pausenbrot für den Köbes handelt, das eingenommen wird, wenn der Inhalt eines Bierfasses nur noch bis zum Hahn geht.
Nach einer weiteren Überlieferung wurde anlässlich einer Hochzeit in einem Wirtshaus ein Hochzeitsessen bestellt, bei dem es halbe Hähnchen für alle geben sollte. Der Bestellende teilte beim Eintreffen der Gesellschaft mit, er habe nicht genug Geld, worauf ihm der Wirt vorrechnete, dass der vorhandene Geldbetrag nur für Käsebrötchen reiche. So gab es anstatt der halben Hähnchen Käsebrötchen, die man von da an "halve Hahn" nannte.
Einer weiteren Theorie zufolge stammt der Name vom typischen Armeleuteessen vergangener Zeit in Deutschland, dem Handkäse. Diese streng schmeckende Käsesorte bedarf zur Herstellung nicht der wertvollen Vollmilch, sondern wird vielmehr aus entrahmter und gesäuerter Milch hergestellt. Im Hessischen hat sich der Handkäs bis heute als regionale Spezialität erhalten. In Köln wurde das halbe Roggenbrot mit Handkäse umgangssprachlich auf halve Hahn verkürzt und diese Bezeichnung blieb auch erhalten, als der Handkäse durch Gouda ausgewechselt wurde.
Folgendes habe ich in der letzten Woche recherchiert, bei Gästen meiner Pizzeria, die ich ja als einzige noch Liebe, und bei zufälligen Begegnungen während einem meiner raren Auftritte unter meinem real Namen in der City:
Mannheim liegt im äußersten Nordwesten von Baden-Württemberg. Es ist nach Stuttgart die zweitgrößte Stadt des Bundeslandes. In Mannheim leben ca. 330.000 Menschen. Es ist die größte Stadt des Ballungsraums Rhein-Neckar, in dem ingesamt ca. 1 Million Menschen leben und Zentrum des pfälzischen Sprachraumes.
Es gibt unter anderem folgene Stadtteile: Almenhof, Feudenheim, Gartenstadt, Jungbusch, Käfertal, Lindenhof, Neckarau, Neuostheim, Oststadt, Pfingstberg, Casterfeld, Rheinau, Sandhofen, Schwetzingervorstadt, Schönau und Vogelstang - wo sich (laut Regisseurin, nicht Autorin) meine feine Pizzeria Amore befindet.
Zu den Spezialitäten von Mannheim gehört der "Mannheimer Dreck", eine Art Lebkuchengebäck. "Mannemer Dreck" so spricht der Mannheimer das Traditionsgebäck auf kurpfälzer Mundart aus.
Zum Abschied vom Kurpfälzischen hier also das streng vertrauliche Originalrezept, das ich aus den tiefen der Kurpfalztherme geborgen habe, ganz schön dreckig, jetzt:
100 g Marzipan - Rohmasse 100 g Haselnüsse, gemahlen 100 g Mandeln, gemahlen 100 g Löffelbiskuits, zerbröselt 100 g Orangeat, fein gehackt 30 g Mehl 10 g Kakaopulver, schwach entölt 10 g Lebkuchengewürz 10 g Zimt, gemahlen 5 g Nelken, gemahlen 50 ml Schlagsahne 150 g Eiweiß 150 g Zucker 100 g Kuvertüre, hell 100 g Kuvertüre, dunkel Oblaten
Marzipanrohmasse, Nüsse, Mandeln, Löffelbiskuits, Orangeat, Mehl, Gewürze und Sahne mit den Händen gut vermischen, dabei das Marzipan zerbröseln. Eiweiß mit Zucker zu einem steifen Schnee schlagen und mit einem Holzlöffel unter die Nussmischung arbeiten. Die Masse mit einem Spritzbeutel mit Lochtülle 10 auf 25-30 Backoblaten (5cm) spritzen und 5 Stunden trocknen lassen.
Bei 200 Grad im vorgeheizten Backofen auf der 2. Einschubleiste von unten 10 Minuten auf dem Grillrost backen, dann vollkommen kalt werden lassen. Kuvertüre im Wasserbad schmelzen und die Makronen damit überziehen.
Das Gebäck hält sich in der verschlossenen Dose ca. 2-3 Wochen.
Zubereitungszeit: ca. 30 Min. Ruhezeit: ca. 5 Std. Schwierigkeitsgrad: simpel
That's Amore... seitdem ich in unserer kleinen schnuckeligen Pension immer wieder auf unser Getränkesortiment angesprochen werde - und einige trotzdem den Zusammenhang mit Schiller vermissen, was ich mir nicht zu erklären vermag -, hier einmal für alle diejenigen Worte, die Schiller am 13.11.1783 an Henriette von Wolzogen richtete:
"Ein guter Freund hat mir zu meinem Geburtstag 4 Bouteillen Burgunder geschickt - davon wird zu weilen ein Gläschen mit herrlichem Erfolg getrunken, doch mus ich Ihnen gestehen, daß ich mir äuserst wenig aus dem Wein mache, so wolfeil und gut er hier zu haben ist. Mit mehr Vergnügen trinke ich Bier."
Statt Schillerbier kann zu jeder Folge Schillerwein oder Schillerquelle verzehrt werden. Na, wem das nicht Zusammenhang genug ist.
Eure Amore.
PS: Und warum alle meine Nummer 19 verschmähen, kann ich mir auch absolut nicht erklären.
Nachdem sich diese Blogs seit geraumer Zeit mit allen möglichen Themen beschäftigen, nur nicht mit DEM EINEN, DEM EINZIGARTIGEN, zu dessen Ehren wir diese ganze Party hier veranstalten. Herzlichen Glückwunsch zum 250. Geburtstag also, alte Schillerlocke!
Lady 'Amore' Milford
PS: Schillerlocken sind enthäutete, heißgeräucherte Bauchlappen des Dornhais. Beim Räuchern rollen sich die etwa 20 Zentimeter langen, dünnen Lappen röhrenförmig ein und krümmen sich am Ende – es entsteht eine Form, die die Namensgeber an die Frisur Friedrich Schillers denken ließ.
Lat. Bezeichnung: Squalus acantias / Herkunftsland: Kanada / Nordostpazifik (FAO 67), aus nachhaltig bewirtschafteter Fischerei,Nährwerte pro 100g: 154 kcal / 644 kJ / 8,9g Fett / 18,5g Eiweiß / Der Dornhai wird durchs Veterinäramt in Kanada und Deutschland untersucht!
Fisch ist ein Naturprodukt. Daher unterscheiden sich die einzelnen Fische in Größe und Gewicht. Das Stückgewicht der Schillerlocken liegt bei ca. 200 Gramm!
Die Schillerlocken versendet die Pizzeria Amore "vakuum-verpackt" - Mindesthaltbarkeit ca. 10 Tage oder lose in Papier mit einem MHD im Kühlschrank von 4 Tagen - oder auf der Nr. 19. Mehr dazu in Folge 3.
DR.OETKER, BAKIN, SANELLA, RUF, SUEDZUCKER; OSTMANN, AURORA MIT DEM SONNENSTERN - was wäre eine anständige Novela ohne entsprechend dezent platzierte Produkthinweise.
heute verschaffe ich euch einen kleinen Überblick über die Zutaten, die in der aphrodisierenden Küche nicht fehlen dürfen (& warum):
Zunächst einmal Gemüse:
Fenchel: Das Aroma von gegrilltem Fenchel wirkt besonders anregend Lauch: Soll Frauen besonders hemmungslos machen Spargel: Die Form soll die Phantasie anregen Sellerie: Reich an Mineralstoffen, Geschmack und Geruch sollen zusätzlich die Sinne anregen Ingwer: Die enthaltenden ätherische Öle sollen besonders stimmulierend wirken Artischocke: Auch hier soll die Form die Phantasie anregen. Ätherische Öle wirken zudem stimmulierend
Dann die kleinen Früchte:
Granatapfel: Frucht mit symbolischen Charakter Aprikosen: Vertreiben Beklemmungen Erdbeeren: Besonders erotisches Lebensmittel mit angenehmer Süße Trauben: Energiespender und sehr erotisches Lebensmittel, welches zum erotischen Spielen einlädt
Jetzt noch Fisch & Meeresfrüchte:
Fisch: Aufgrund des hohen Eiweißgehaltes ein guter Energiespender Austern, Venusmuscheln, Meeresfrüchte: Durch reichhaltige Mengen an Eiweiß und Zink wird u.a. die Produktion des männlichen Sexualhormons Testosteron angeregt
Die Gewürze:
Muskatnuss: Die enthaltenden ätherischen Öle sollen eine berauschende und stimmulierende Wirkung haben Chilli: Die kleinen roten Schoten sollen den Stoffwechsel anregen und die Durchblutung fördern Dill: Dieses Kraut soll frisch geschitten, jegliche Beklemmungen vertreiben Kerbel: Macht besonders müde Männer wieder munter Koriander: Sorgt dafür, dass Frauen besonders hemmungslos werden Petersilie: Dient frisch als guter Energiespender Minze: Erhöht das Lustempfinden Rosmarin: Belebt die Sinne und vertreibt Nervosität Zimt: Besonders anregendes Gewürz mit verführerischem Duft
Und zu guter Letzt was Süßes:
Kakao & Schokolade: Das darin enthaltene Serotonin macht glücklich und zufrieden. Sollte aber nur in Maßen genossen werden, da zuviel davon müde macht Auch ein passendes Getränk darf nicht fehlen. Rot- und Weißwein, ganz klassisch. Besonders anregend wirkt zuvor ein Glas Sekt oder Prosecco. Und Ferdi, höre: Es muss nicht immer Alkohol sein. Ein alkoholfreier Cocktail wirkt oftmals besser als zu viel alkoholhaltige Getränke. Vitamine sind eine bessere Grundlage und machen in vielen Fällen nicht so schläfrig wie Alkohol.
Und nun wünscht viel Spaß beim Kombinieren Eure Amore
Nun hat Ferdinand gerade auf die Gefahr im Umgang mit Drogen hingewiesen - dabei suchten die Menschen Schon in der Antike nach Möglichkeiten um Lust und Leidenschaft zu stärken. Ich möchte daher - ganz legal und wohldosiert - die aphrodisierende Wirkung einiger Lebensmittel in Erinnerung rufen. Diese sollen Sinne betören und für ein besseres Durchhaltevermögen sorgen. Aus wissenschaftlicher Sicht wird dieses zwar nicht bestätigt, doch bei mir geht immer noch Herz vor Verstand. Viele aphrodisierende Lebensmittel steigern zumindest die Empfindsamkeit, regen den Kreislauf an und fördern die Durchblutung... Na, also!
Bei Kerzenschein und leiser Musik empfehle ich eine Menüauswahl bestehend aus Speisen mit Lebensmitteln, denen eine erotisierende Wirkung nachgesagt wird. Als Dessert hat sich Campari-Torte bestens bewährt - mit Granatapfel...
Viel Spaß! Lady 'call me Amore' Milford
PS: Wer Sauereien vorab noch vermeiden will, dem sei hiermit geholfen:
Campari-Torte Zutaten: 14 Blätter Gelatine 250 ml Campari 150 ml Orangensaft 150 g Zucker 4 Eigelb 4 Orange(n), der Saft davon, von einer zusätzlich die abgerieben Schale 600 ml Sahne 1 Tortenboden, heller (Biskuit) 200 g Konfitüre (Erdbeer - Orange) 1 Pck. Sahnesteif 1 Granatapfel
Zubereitung: 6 Blätter Gelatine einweichen. 150 ml Campari mit Orangensaft und 50 g Zucker verrühren. Die Gelatine auflösen und unterheben. In eine mit Klarsichtfolie ausgelegte flache Form gießen und 2 Stunden abkühlen lassen.
Restliche Gelatineblätter einweichen. Eigelb mit 100 g Zucker, 100 ml Campari und Orangenschale im Wasserbad cremig rühren. Die Gelatine auflösen und langsam unterziehen. Den Orangensaft zufügen. Die Creme kalt rühren. Sobald die Creme zu gelieren beginnt, 400 ml Sahne steif schlagen und unterheben.
Den Biskuit 2-mal teilen. Die Böden mit Konfitüre bestreichen. Den unteren Boden mit einem Tortenring umschließen. Creme und übrige Böden nacheinander einschichten und 2 Stunden kalt stellen.
Den Tortenring entfernen. Die übrige Sahne mit Sahnesteif steif schlagen und den Tortenrand damit bestreichen.
Das vorbereitete Gelee aus der flachen Form stürzen. Sterne nach Belieben ausstechen, den Rest davon würfeln. Granatapfel halbieren und die Kerne auslösen. Die Torte zum Schluss damit verzieren. Zubereitungszeit: ca. 1 Std. Ruhezeit: ca. 4 Std.